Entdecken Sie die fünf grünsten Food Festivals Österreichs – von Zero Waste bis CO₂-Neutralität. Erfahren Sie, wie Sie selbst Teil des nachhaltigen Genusses werden.
Stellen Sie sich vor: Sie stehen auf einer sonnigen Wiese, umgeben von duftenden Kräutern und dem Lachen von Menschen, die wissen, dass ihr Genuss nicht auf Kosten der Umwelt geht. Genau das erleben Sie auf den grünsten Food Festivals Österreichs – wo Nachhaltigkeit nicht nur ein Trend ist, sondern die Essenz jeder Veranstaltung. Wussten Sie, dass laut unserer Gourmetstern-Umfrage 2023 bereits 80 % der Festivalbesucher bewusst auf die Herkunft ihrer Lebensmittel achten? Dieses Bewusstsein hat eine Bewegung ausgelöst, die weit über das Tellerrand hinausgeht. Von Zero-Waste-Konzepten bis zu Kooperationen mit Umweltorganisationen – hier wird gezeigt, dass Kulinarik und Verantwortung keine Gegensätze sind. Lassen Sie uns gemeinsam die fünf Vorreiter entdecken, die den Weg zu einem grüneren Genuss ebnen.
1. Grüner Genuss: Warum Nachhaltigkeit auf Österreichs Food Festivals boomt
Der Wandel ist unübersehbar: Immer mehr Menschen fragen nicht nur nach dem Geschmack, sondern nach der gesamten Reise ihres Essens. Das Genussfest im Mostviertel setzt hier Maßstäbe – es arbeitet zu 100 % mit regionalen Zutaten aus einem Umkreis von maximal 30 Kilometern. „Unsere Gäste schätzen die Transparenz“, erklärt Festivalleiterin Maria Gruber. „Sie wissen, dass der Apfel vom Nachbarn und der Most vom Winzer nebenan kommt.“ Diese Entwicklung wird durch Zahlen untermauert: Während 2018 erst jeder zweite Besucher nach der Herkunft fragte, sind es heute vier von fünf. Parallel dazu verbannen immer mehr Festivals Einwegplastik und setzen auf kompostierbare Alternativen – ein Trend, der von der steirischen Landeshauptstadt bis ins Salzkammergut reicht.
- 80 % der Besucher achten heute auf die Herkunft der Lebensmittel (Quelle: Gourmetstern-Umfrage 2023)
- Das Genussfest im Mostviertel setzt zu 100 % auf regionale Zutaten aus einem Umkreis von 30 km
- Immer mehr Festivals verbannen Einwegplastik und setzen auf kompostierbare Alternativen
2. Zero Waste auf dem Teller: Das 'G'schmackige Fest' in Graz


Wenn ein Festival den Begriff „Restlosigkeit“ neu definiert, dann ist es das G'schmackige Fest in Graz. Im Jahr 2024 zog es 15.000 Besucher an, die an 30 regionalen Ausstellern mit Mehrweggeschirr vorbeischlenderten. „Unser Ziel war es, das Abfallaufkommen im Vergleich zu konventionellen Festivals um die Hälfte zu reduzieren“, sagt Organisatorin Lena Pichler. „Und das haben wir geschafft.“ Der Schlüssel liegt in einer cleveren Kooperation mit Too Good To Go: Nicht verkaufte Speisen werden noch am selben Abend an Sozialeinrichtungen wie die Grazer Tafel gespendet. So landen statt Berg von Resten warme Mahlzeiten dort, wo sie gebraucht werden.
Doch das G'schmackige Fest geht noch weiter: Alle Pappteller sind aus Graspapier, die Becher aus recyceltem Glas, und selbst die Servietten stammen aus Altpapier. „Unsere Gäste bringen oft eigene Behälter mit – das ist für uns das größte Kompliment“, so Pichler. Wer sein eigenes Besteck vergisst, kann am Infostand ein Set aus nachhaltigem Bambus ausleihen. Das Reduktionsziel von 50 % Abfall ist nicht nur eine Zahl – es ist ein Versprechen, das jedes Jahr aufs Neue eingelöst wird.
3. Regionalität pur: Diese Festivals setzen auf kurze Wege
Kurze Transportwege bedeuten weniger CO₂, mehr Frische und eine stärkere Bindung zwischen Erzeugern und Genießern. Drei Festivals heben sich hier besonders hervor:
- Bauernherbst in Salzburg: Über 100 teilnehmende Betriebe bieten ausschließlich selbst produzierte Produkte an – von der Kuhmilch bis zum Kürbiskernöl. Jeder Stand ist ein kleines Fenster zur bäuerlichen Arbeit.
- Genussfest Mostviertel (NÖ): 50 Aussteller aus der Region, die nicht nur ihre Waren zeigen, sondern via QR-Code die komplette Lieferkette offenlegen. „So kann jeder sehen, wie der Apfel gewachsen ist“, erklärt ein Mosterer.
- Kulinarik- & Biofest am Attersee (OÖ): 30 zertifizierte Bio-Betriebe präsentieren ihre Höfe persönlich – hier wird nicht nur verkostet, sondern auch über Bodenfruchtbarkeit und Tierhaltung diskutiert.
Diese Festivals beweisen: Regionalität ist kein leeres Schlagwort, sondern ein konkretes Konzept. Wer sich für die kurzen Wege entscheidet, unterstützt nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern schmeckt den Unterschied – denn Produkte, die nicht tausend Kilometer reisen, behalten ihr volles Aroma.
4. Innovation im Fokus: Plant-based & Fermentation



Die grüne Revolution auf Österreichs Food Festivals zeigt sich besonders in zwei Bereichen: pflanzliche Küche und Fermentation. VeggieVienna in der Bundeshauptstadt zog 2024 über 10.000 Besucher an – 60 % der angebotenen Gerichte waren vegan. Neben Samosa und Seitan-Burger gab es Workshops zur Fermentation, bei denen die Teilnehmer lernten, aus regionalem Gemüse Kimchi und Sauerkraut selbst herzustellen. „Die Nachfrage ist riesig“, berichtet Mitbegründerin Eva Schuster. „Viele wollen wissen, wie sie zu Hause ohne Chemie haltbar machen können.“
Noch spezialisierter ist das Fermentationsfest in Linz, das 2024 seine Premiere feierte. Hier dreht sich alles um traditionelle und moderne Techniken – von milchsaurem Gemüse bis zu Kombucha-Kulturen aus oberösterreichischen Äpfeln. Ein Highlight: pflanzliche Fleischalternativen aus lokalen Rohstoffen. So wird Seitan aus österreichischem Getreide hergestellt, der in Form von Bratwürsten oder Geschnetzeltem begeistert. „Wir zeigen, dass Fermentation nicht nur gesund, sondern auch unglaublich geschmacksvoll ist“, sagt Workshop-Leiter Klaus Berger.
5. Gemeinsam für die Umwelt: Kooperationen mit Umweltorganisationen
Nachhaltigkeit allein schafft noch keine Bewegung. Deshalb gehen immer mehr Festivals Partnerschaften mit etablierten Umweltorganisationen ein. Das Bio-Austria-Fest in der Steiermark arbeitet eng mit dem Naturschutzbund zusammen: Pro verkauftem Gericht fließen 0,50 € in Artenschutzprojekte – etwa für den Schutz des heimischen Feldhamsters oder die Renaturierung von Feuchtwiesen. Im Jahr 2024 kamen so über 20.000 Euro zusammen.
Noch visionärer ist das Slow Food Festival Vorarlberg: In Partnerschaft mit Greenpeace hat es sich das Ziel gesetzt, ab 2025 eine CO₂-neutrale Veranstaltung zu sein. Kompensationsmaßnahmen wie die Aufforstung von Bergwäldern sind bereits in Planung. Ein weiteres Beispiel ist das Grüne Kulinarikfest im Wiener Stadtpark, das pro Besucher einen Baum pflanzt – im Vorjahr waren es 1.200 Stück, die nun im Umland von Wien wachsen. „Wir wollen, dass jede verkostete Jause einen positiven Fußabdruck hinterlässt“, sagt Initiatorin Karin Hauser.
6. So machst du dein Food-Festival-Erlebnis nachhaltiger – 4 Tipps
Auch du kannst dazu beitragen, dass dein nächster Festivalbesuch grüner wird. Mit diesen vier einfachen Schritten wirst du zum Vorreiter des nachhaltigen Genusses:
- Bring deine eigene Mehrwegbox und Trinkflasche mit – viele Festivals, wie das G'schmackige Fest in Graz, bieten darauf Rabatte von bis zu 1 € pro Bestellung. So sparst du nicht nur Geld, sondern vermeidest auch Berge von Einweggeschirr.
- Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad – oft gibt es vergünstigte Tickets in Kooperation mit Verkehrsverbünden. Der Bauernherbst in Salzburg etwa verlost unter allen Radfahrern ein Gourmet-Paket. Klimafreundlich anreisen lohnt sich doppelt!
- Wähle Stände mit regionalen und saisonalen Produkten – sie sind nicht nur frischer, sondern haben auch eine deutlich bessere Ökobilanz. Achte auf Siegel wie „Bio Austria“ oder das „Genuss Region“-Logo. Am Attersee garantieren dir die 30 Biobetriebe genau das.
- Verzichte auf Wegwerfartikel wie Servietten und Besteck – nimm dein eigenes Besteck-Set mit, idealerweise aus Edelstahl oder Bambus. Ein kleiner Rucksack mit einem Stofftaschentuch und einer Mehrwegdose macht dich zum Zero-Waste-Profi.
7. Fazit: Genuss mit Verantwortung – und jetzt bist du dran
Österreichs Food Festivals beweisen es eindrucksvoll: Nachhaltigkeit und Kulinarik sind kein Widerspruch, sondern die perfekte Symbiose. Ob das Zero-Waste-Konzept in Graz, die 30-Kilometer-Regel im Mostviertel oder die CO₂-Neutralität in Vorarlberg – überall zeigen Veranstalter, dass grüner Genuss möglich ist. Und das Beste: Jeder Besucher kann durch bewusste Entscheidungen einen Beitrag leisten. Bring deine eigene Flasche mit, steig aufs Rad und wähle regionale Stände. Denn jedes Bisschen zählt.
Jetzt bist du gefragt: Welche nachhaltigen Food Festivals kennst du? Vielleicht hast du selbst auf dem Genussfest Mostviertel die beste Mostbirne verkostet oder auf dem Bio-Austria-Fest einen spannenden Vortrag zum Artenschutz gehört. Teile deine Tipps und Erfahrungen in den Kommentaren – gemeinsam machen wir Österreichs Kulinarik-Szene noch grüner!



