Seit Mai 2024 begeistert das Kräutergartl in St. Wolfgang am Wolfgangsee mit Kräuterküche aus eigenem Garten, regionalen Zutaten und einem intimen Ambiente – ein echter Geheimtipp im Salzkammergut.
Stellen Sie sich vor: ein lauer Maiabend am Wolfgangsee, die Sonne taucht das Dachsteinmassiv in goldenes Licht, und Sie sitzen auf einer Terrasse, umgeben vom Duft frischer Kräuter. Genau hier, in St. Wolfgang, hat am 1. Mai 2024 ein Restaurant eröffnet, das die Herzen von Feinschmeckern und Naturliebhabern höherschlagen lässt. Das Kräutergartl ist kein weiteres Edel-Lokal für die Schickeria – es ist eine Hommage an die alpine Pflanzenwelt, ein intimer Ort, an dem jedes Gericht eine Geschichte erzählt. Lassen Sie mich Ihnen verraten, warum dieser kulinarische Geheimtipp im Salzkammergut Ihre Reiseplanung revolutionieren wird.
1. Ein neuer Stern am kulinarischen Himmel des Salzkammerguts
Seit der Eröffnung am 1. Mai 2024 flüstern sich Einheimische und Urlaubsgäste den Namen zu: Kräutergartl. Das Restaurant liegt direkt am Wolfgangsee, eingebettet in eine Postkartenkulisse, die selbst gestandene Alpenfans ins Staunen versetzt. Der Blick schweift über den glitzernden See bis zu den schroffen Gipfeln der Salzkammergut-Berge. Doch bleiben wir auf dem Boden: Das Kräutergartl ist bewusst intim gehalten – gerade einmal 30 Plätze im Innenbereich, 20 weitere auf der Terrasse. Das bedeutet: Hier kennt der Koch seine Gäste, und der Service hat Zeit für echte Gespräche. Keine anonyme Massenabfertigung, sondern ein kulinarisches Erlebnis, das Sie von der ersten Minute an umarmt.
- Standortvorteil: Direkt am Wolfgangsee in St. Wolfgang – perfekt für einen Abendspaziergang nach dem Essen.
- Atmosphäre: Intim, max. 30 Innenplätze – buchen Sie rechtzeitig, denn die ersten Wochen waren restlos ausgebucht.
- Aussicht: Die Terrasse bietet einen unverstellten Blick auf den See und die Bergkulisse, ideal für romantische Stunden zu zweit.
2. Das Konzept: Vom Kräutergarten auf den Teller


Das Herzstück des Kräutergartl ist ein eigener, 500 m² großer Kräutergarten, in dem über 50 verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten gedeihen. Küchenchef Lukas Huber geht täglich hinaus, schneidet, was gerade erntereif ist, und komponiert daraus seine Menüs. Das Konzept ist radikal: Saisonalität und Regionalität werden hier nicht als Marketingfloskel verwendet, sondern als kulinarische Notwendigkeit. 95 % aller Zutaten stammen aus einem Umkreis von 50 Kilometern. Nur Salz, Pfeffer, Olivenöl und ein paar exotische Gewürze kommen von weiter her – aber auch diese sucht Huber mit Bedacht aus.
Der Speiseplan wechselt wöchentlich – je nachdem, was der Garten und die Kooperationspartner liefern. Im Frühling dominieren junge Brennnesseln, Bärlauch und Giersch; im Sommer Holunderblüten, Thymian und Minze; im Herbst Wildkräuter, Kürbisse und Pilze. Für den Gast bedeutet das: Jeder Besuch ist eine Überraschung, keine zwei Menüs gleichen sich. Und weil Huber Wert auf Verträglichkeit legt, sind alle Gerichte glutenfrei und laktosefrei zubereitbar – ohne dass es jemals nach „Verzicht" schmeckt.
- Aktionstipp: Fragen Sie beim Besuch nach einer Führung durch den Kräutergarten – Huber persönlich zeigt Gästen auf Anfrage seine Schätze.
- Empfehlung: Kommen Sie mit offenem Gaumen – das wöchentlich wechselnde Menü ist eine kulinarische Reise durch die Jahreszeiten.
- Allergiker: Gluten- und laktosefreie Optionen sind Standard, nicht die Ausnahme – ideal für empfindliche Genießer.
3. Die Karte: Kreative Kräuterküche mit Tradition
Lukas Huber kombiniert alpine Tradition mit moderner Leichtigkeit. Sein Signature-Gericht ist der Wolfgangsee-Saibling mit Brennnessel-Risotto und Wildkräutersalat für 28 €. Der Fisch, direkt von lokalen Fischern bezogen, wird hauchzart gegart, das Risotto schmeckt erdig und nussig – die Brennnesseln verlieren ihre Schärfe und entfalten ein feines, spinatähnliches Aroma. Dazu kommen Wildkräuter wie Sauerampfer und Löwenzahn, die dem Teller eine pikante Frische verleihen. Ein Gericht, das man nicht vergisst.
Zum Dessert empfiehlt sich die Holunderblüten-Panna Cotta mit Waldmeister-Sorbet (12 €). Die Cremigkeit der Panna Cotta harmoniert perfekt mit dem intensiven Holunderblütenduft, das Sorbet bringt eine kühle, würzige Note – ein Hauch von Sommer auf der Zunge. Auch die Vorspeisen überzeugen: etwa die gebratene Kräuterseitling-Suppe mit Sauerteigcroutons (16 €) oder das Wildkräuter-Ravioli aus Buchweizenteig (19 €). Die Karte ist überschaubar, aber jedes Gericht sitzt wie maßgeschneidert.
Weitere kulinarische Höhepunkte
- Fleischgericht: „Salzkammergut-Rind vom Bergfried-Hof, geschmort in Rotwein mit Thymian-Kartoffelpüree" (32 €).
- Vegetarisch: „Gebratener Blumenkohl mit Petersilienwurzel-Püree und Kapuzinerkresse" (24 €).
- Weinbegleitung: Huber arbeitet mit kleinen österreichischen Winzern zusammen – fragen Sie nach dem „Kräuterwein" aus dem Kamptal.
4. Die Location: Nachhaltigkeit trifft auf Wohlfühlatmosphäre



Das Kräutergartl ist in ein historisches Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert integriert. Die Eigentümer haben das Gebäude mit viel Fingerspitzengefühl restauriert: Möbel aus recyceltem Altholz, Wände aus Lehmputz, bodentiefe Fenster, die den Blick auf den See freigeben. Die Beleuchtung arbeitet ausschließlich mit LED, auf dem Dach sorgt eine Photovoltaikanlage für einen Großteil des Stroms. Sogar die Tischdecken bestehen aus Bio-Leinen von einer Weberei im nahen Bad Ischl.
Die Terrasse mit ihren 20 Plätzen ist der heimliche Star: Sie liegt direkt über dem See, umgeben von Hochbeeten mit Kräutern, die auch als Dekoration auf den Tellern landen. Hier spürt man, wie sehr sich das Team dem Kreislauf der Natur verschrieben hat. Nichts ist überflüssig, alles dient einem Zweck: dem Genuss mit gutem Gewissen.
Nachhaltigkeits-Features im Detail
- Energie: Photovoltaik und LED – das Restaurant ist CO₂-neutral.
- Material: Recyceltes Altholz, Lehmputz, Bio-Leinen – jedes Detail wurde nach ökologischen Kriterien gewählt.
- Terrasse: 20 Plätze mit Seeblick – aber reservieren Sie rechtzeitig, denn bei Schönwetter sind diese heiß begehrt.
5. Der Koch: Leidenschaft für alpine Kräuter
Küchenchef Lukas Huber hat in den besten Häusern Österreichs gelernt: Zwei Jahre war er Sous-Chef im 2-Sterne-Restaurant „Silvio Nickol" in Wien, davor arbeitete er im „Steirereck" und im „Tauernwirt" in Zell am See. Doch seine wahre Leidenschaft entdeckte er bei Wanderungen in den heimischen Bergen: die Welt der Wildkräuter. Heute sammelt er viele Kräuter selbst – Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, aber auch seltenere Arten wie die Alpen-Bergminze. Seine Philosophie: „Jede Pflanze hat ihren Moment – wir bringen ihn auf den Teller."
Huber legt großen Wert auf Transparenz. Er erzählt seinen Gästen gerne, woher das Gänseblümchen auf dem Salat stammt oder warum die Minze aus dem eigenen Beet intensiver schmeckt als gekaufte. Sein Team im Kräutergartl ist klein, aber hochmotiviert – der Koch steht selbst am Herd, geht durch den Saal und tauscht sich mit den Gästen aus. Das schafft eine Vertrautheit, die man in der Spitzengastronomie selten findet.
- Hintergrund: Huber war Sous-Chef im 2-Sterne-Restaurant „Silvio Nickol" – hier wird auf höchstem Niveau gearbeitet.
- Leidenschaft: Er sammelt Wildkräuter selbst – fragen Sie ihn nach seinen Lieblingsfundorten in der Umgebung.
- Philosophie: „Jede Pflanze hat ihren Moment" – das wöchentlich wechselnde Menü ist Ausdruck dieser Hingabe.
6. Nachhaltigkeit und Regionalität: Kooperationen mit Bauern
Das Kräutergartl wäre nicht das, was es ist, ohne seine Partner. Die engste Zusammenarbeit besteht mit dem Bio-Bauernhof „Bergfried" aus Strobl, nur fünf Kilometer entfernt. Von dort kommen Eier, Milchprodukte und das Salzkammergut-Rind. Der Fisch vom Wolfgangsee wird direkt von den lokalen Fischern bezogen – der Saibling und die Reinanke landen oft schon am Morgen auf dem Tisch, nachdem sie in der Nacht gefangen wurden. Sogar das Brot backt Huber selbst, mit Urgetreide aus dem Mühlviertel.
Die Logistik ist konsequent: Verpackungsfreie Anlieferung ist Standard, Küchenabfälle werden kompostiert und landen als Dünger wieder im Kräutergarten. Das spart nicht nur Müll, sondern schließt den Kreislauf. Huber und sein Team wollen zeigen, dass Nachhaltigkeit kein Verzicht, sondern eine Bereicherung ist – für den Gaumen und für die Region.
Partner auf einen Blick
- Bergfried-Hof (Strobl, 5 km): Bio-Rindfleisch, Milchprodukte, Eier.
- Wolfgangsee-Fischer (St. Wolfgang): Saibling, Reinanke, Forelle – tagesfrisch.
- Mühlviertler Urgetreide: Brot und Gebäck aus alten Sorten.
- Winzer aus dem Kamptal: Weinbegleitung zum Menü – auf Anfrage.
7. Fazit: Ein kulinarisches Erlebnis, das man nicht verpassen sollte
Das Kräutergartl ist mehr als ein Restaurant – es ist eine Einladung, die alpine Kräuterwelt neu zu entdecken. Die Kombination aus eigenem Garten, radikaler Regionalität und der Handschrift eines Spitzenkochs macht jeden Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. Gerade für Genussreisende im Salzkammergut, Paare, die Romantik suchen, und Naturliebhaber, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, ist dies ein absoluter Geheimtipp. Aber Vorsicht: Die 30 Innenplätze sind heiß begehrt – in den ersten Wochen war das Haus restlos ausgebucht.
Meine Empfehlung: Reservieren Sie sofort unter www.kraeutergartl.at oder telefonisch unter +43 6138 20240. Die Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Sonntag, 18:00 bis 22:00 Uhr (im Winter eingeschränkt). Planen Sie einen Abend ein, der Ihnen noch lange im Gedächtnis bleibt – und lassen Sie sich von Lukas Huber auf eine Reise durch die heimische Kräutervielfalt entführen. Verpassen Sie nicht die Chance, diesen kulinarischen Stern am Wolfgangsee zu entdecken, bevor die internationale Gourmetwelt ihn für sich entdeckt hat.



