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Vietnamesische Küche in Österreich: Authentische Pho, Frühlingsrollen & mehr
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Vietnamesische Küche in Österreich: Authentische Pho, Frühlingsrollen & mehr

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Entdecken Sie die authentischsten Pho, Banh Mi und Sommerrollen in Österreichs Städten – von Wiens 2. Bezirk bis Innsbruck.

Würzig duftende Kräuter, klar perlende Brühen und ein knuspriges Baguette, das an die französische Kolonialzeit erinnert – die vietnamesische Küche hat in den letzten Jahren in Österreich einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Während Sushi und Ramen längst zur kulinarischen Normalität gehören, entdecken immer mehr Feinschmecker die Vielfalt der vietnamesischen Streetfood-Kultur. Wien hat sich dabei als heimliche Hauptstadt etabliert: In kaum einer anderen europäischen Stadt außerhalb Vietnams findet man eine so dichte Konzentration an authentischen Pho-Läden, Banh-Mi-Ständen und Familienrestaurants. Doch auch in Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck wächst die Szene rasant. Wer bereit ist, über den Tellerrand von gebratenem Reis und Frühlingsrollen aus der Tiefkühltruhe zu blicken, wird mit Aromen belohnt, die so frisch und komplex sind wie in den Straßen von Hanoi oder Ho-Chi-Minh-Stadt. Lassen Sie uns eintauchen in die Welt der vietnamesischen Suppen, der handgerollten Sommerrollen und der gegrillten Fleischspieße – und erfahren, wo Sie diese in Österreich am besten genießen können.

1. Warum Wien zur heimlichen Hauptstadt der vietnamesischen Streetfood-Szene wird

Vietnamese street food Vienna

Wien zählt heute über 80 vietnamesische Restaurants und Imbisse – eine Zahl, die selbst viele größere deutsche Städte übertrifft. Die meisten Lokale konzentrieren sich im 2. Bezirk (Leopoldstadt) und im 10. Bezirk (Favoriten), wo sich die vietnamesische Community traditionell angesiedelt hat. Der Grund für diese Dichte liegt in der Geschichte: Nach dem Vietnamkrieg in den 1970er Jahren kam die erste große Einwanderungswelle nach Österreich. Heute lebt hier die zweitgrößte vietnamesische Community Europas – nach Frankreich, aber vor Deutschland. Viele Familien eröffneten zunächst kleine Spätkaufgeschäfte und später eigene Restaurants, die oft nach authentischen Rezepten der Großmütter kochen.

Pioniere dieser Entwicklung sind zwei Lokale, die längst über die Grenzen Wiens bekannt sind: Das „Pho Tau Bay“ in der Josefstadt (1080 Wien) serviert seit 1992 eine der besten Pho Bo der Stadt – ungefiltert, ehrlich und ohne Kompromisse. Das „Lac Viet“ im 2. Bezirk (1020 Wien) setzt auf eine vegetarische Variante der klassischen Suppe und hat damit auch nicht-vietnamesische Gäste überzeugt. Beide Häuser gelten als Maßstab für Authentizität, weil sie bis heute auf frische Kräuter aus regionalem Hydrokulturanbau setzen und ihre Brühen stundenlang köcheln lassen.

  • Besuchen Sie „Pho Tau Bay“ (1080 Wien, Lerchenfelder Straße) – das älteste vietnamesische Restaurant der Stadt, bekannt für seine unnachahmliche Pho Bo, die nach einem Familienrezept aus dem Norden zubereitet wird.
  • Probieren Sie „Lac Viet“ (1020 Wien, Taborstraße) – die vegetarische Pho mit Shiitake-Pilzen und Tofu ist ein Geheimtipp für alle, die auf Fleisch verzichten möchten, aber nicht auf den vollen Umami-Geschmack.
  • Erkunden Sie den 10. Bezirk – rund um den Reumannplatz finden Sie Dutzende kleine Imbisse, die Banh Mi und Frühlingsrollen für unter 5 € anbieten, oft von Familien betrieben, die seit den 1980er Jahren in Wien leben.

2. Die besten Pho-Restaurants in Österreich

Pho ist das Aushängeschild der vietnamesischen Küche – eine klare, aromatische Rinderbrühe, die mit Reisnudeln, dünn geschnittenem Fleisch und einer Fülle von frischen Kräutern serviert wird. In Österreich haben sich einige Adressen etabliert, die diesen Klassiker auf höchstem Niveau zelebrieren.

Ganz oben auf der Liste steht das bereits erwähnte „Pho Tau Bay“ in der Josefstadt. Hier kostet die traditionelle Pho Bo mit Rindfleisch 8,90 € – ein Preis, der in Anbetracht der Qualität fast schon günstig wirkt. Die Brühe wird aus Rinderknochen, Sternanis, Zimt und einer geheimen Gewürzmischung angesetzt und mindestens acht Stunden lang geköchelt. Das Ergebnis ist eine tiefbraune, klare Suppe, die am Tisch mit frischem Koriander, Thai-Basilikum und Chili verfeinert wird.

In Wien sollte man auch „Lac Viet“ eine Chance geben – nicht nur wegen der vegetarischen Variante, sondern auch wegen der hausgemachten Frühlingsrollen, die knusprig und leicht sind. Die Pho hier ist etwas süßlicher, was eher dem südvietnamesischen Stil entspricht. Im Gegensatz dazu serviert das kleine Lokal „Saigon“ in Graz (8010 Graz, Annenstraße) eine Pho, die mit einer besonders intensiven Rinderbrühe punktet. Dazu gibt es frische Sommerrollen mit Erdnusssauce – ein perfekter Start in ein vietnamesisches Menü.

  • Wien: „Pho Tau Bay“ – die wohl authentischste Pho Bo nördlich der Alpen. Achten Sie auf die tiefbraune Farbe der Brühe und das intensive Rinderaroma.
  • Graz: „Saigon“ – hier bekommen Sie nicht nur hervorragende Pho, sondern auch eine Auswahl an Vorspeisen wie Cha Gio (frittierte Frühlingsrollen) für 4,50 €.
  • Innsbruck: „Viet Village“ – dieses Restaurant in der Innenstadt bietet eine Pho mit Rindfleisch und Hühnchen an, die besonders bei asiatischen Gästen beliebt ist. Tipp: Fragen Sie nach der Tageskarte, denn oft gibt es Spezialitäten wie Bun Bo Hue, eine schärfere Nudelsuppe aus Zentralvietnam.

3. Was macht authentische vietnamesische Küche aus?

Authentizität ist kein Marketing-Schlagwort, sondern eine Frage der Zutaten und der Zubereitung. In der vietnamesischen Küche spielen frische Kräuter die Hauptrolle – Koriander, Minze, Thai-Basilikum und Zitronengras sind unverzichtbar. Viele Spitzenrestaurants in Österreich beziehen diese Kräuter inzwischen aus regionalem Hydrokulturanbau, weil Importware oft welk oder geschmacksarm ist. Das „Lac Viet“ in Wien arbeitet mit einem Gärtner im Burgenland zusammen, der speziell für sie asiatische Kräuter zieht.

Ein weiteres Fundament ist die Fischsauce (Nuoc Mam). Sie wird in fast jedem Gericht verwendet – von der Brühe über die Marinade bis zur Dip-Sauce. Die Qualität der Fischsauce unterscheidet den Profi vom Amateur. Gute Restaurants verwenden eine handwerklich hergestellte Sauce aus Vietnam, die nicht zu salzig und nicht zu süß ist. Die exakte Mischung variiert von Region zu Region: Im Norden (Hanoi) ist die Brühe der Pho klar und leicht, mit wenig Zucker und viel Sternanis. Im Süden (Ho-Chi-Minh-Stadt) hingegen setzt man auf eine süßliche Note aus Kandiszucker und Kokosnuss-Milch. In Österreich findet man beide Stile – man sollte also wissen, welchen man bevorzugt.

Auch die Zubereitung der Nudeln ist entscheidend: Authentische Pho verwendet breite, flache Reisnudeln (Bánh phở), die nur kurz in der Brühe ziehen, damit sie bissfest bleiben. Viele Lokale in Österreich kochen die Nudeln vor und lagern sie – das führt zu matschigen Nudeln, die das Erlebnis ruinieren. Achten Sie darauf, dass die Nudeln separat serviert und erst am Tisch in die heiße Brühe gegeben werden.

4. Von der Suppe zum Streetfood: Beliebte Gerichte abseits der Hauptstadt

Pho ist nur der Anfang. Die vietnamesische Streetfood-Kultur ist reich an Gerichten, die auch in Österreich immer populärer werden. Allen voran: Banh Mi – das vietnamesische Baguette, gefüllt mit gegrilltem Schwein, eingelegtem Gemüse (Karotten, Daikon), frischer Chili und Koriander. In Linz hat sich der „Banh Mi Food Truck“ am Hauptplatz einen Namen gemacht. Er fährt von Dienstag bis Freitag vor das Ars Electronica Center und serviert knusprige Baguettes mit einer perfekten Balance aus süß, sauer und scharf – für 6,50 € ein echtes Schnäppchen.

In Salzburg empfiehlt sich der Imbiss „Mamma Miam“ (5020 Salzburg, Franz-Josef-Straße), der sich auf Goi Cuon (frische Frühlingsrollen) spezialisiert hat. Anders als die frittierten Rollen sind diese transparenten Rollen mit zarter Garnele, Mango und Reisnudeln gefüllt und werden mit einer Erdnuss- oder Fischsauce serviert. Perfekt für einen leichten Lunch.

In Innsbruck bietet „Viet Village“ (6020 Innsbruck, Maria-Theresien-Straße) Bun Cha an – gegrilltes Schweinefleisch mit Reisnudeln und einer scharfen Dip-Sauce. Das Rezept stammt Original aus Hanoi, genauer gesagt aus der Heimat der Familie, die das Restaurant betreibt. Die Bratlinge werden über Holzkohle gegrillt – ein rauchiges Aroma, das man schmeckt.

  • Linz: „Banh Mi Food Truck“ – verfolgen Sie den Truck über Instagram, denn er wechselt den Standort. Unbedingt die „Banh Mi Thit“ mit gegrilltem Schwein probieren.
  • Salzburg: „Mamma Miam“ – die Sommerrollen mit Mango und Garnelen sind der Renner. Dazu ein hausgemachtes Erdnuss-Dip.
  • Innsbruck: „Viet Village“ – Bun Cha nach Originalrezept. Tipp: Dazu ein Glas Eistee mit Limette und Zitronengras.

5. Geheimtipps der Profis: So erkennen Sie ein gutes vietnamesisches Restaurant

Vietnamese chef preparing food

Nicht jedes Lokal, das „Vietnamesisch“ auf der Karte stehen hat, liefert auch authentische Qualität. Gerade in Österreich gibt es manche Restaurants, die ihre Gerichte mit Fertigbrühen aufbessern oder zu viel Zucker in die Fischsauce geben. Mit diesen professionellen Tipps erkennen Sie den Unterschied:

  • Die Brühe der Pho sollte mindestens acht Stunden köcheln – das erkennt man an der tiefbraunen Farbe und dem intensiven Rinderaroma. Wenn die Brühe hell und wässrig aussieht, wurde sie nicht lange genug gekocht.
  • Frische Kräuter werden nicht vorgehackt serviert, sondern ganz zum Selberzupfen – ein untrügliches Zeichen für Authentizität. Die Gäste entscheiden selbst, wie viel Minze, Koriander oder Thai-Basilikum in die Suppe kommt.
  • Der Dip (Nuoc Cham) muss eine perfekte Balance aus Fischsauce, Limette, Knoblauch, Chili und Zucker haben. Schmeckt er nur süß oder nur salzig, wurde an der falschen Stelle gespart. Gute Restaurants mischen ihn frisch täglich.
  • Achten Sie auf die Besucherzahl: Vietnamesische Gäste sind der beste Indikator für echte Küche, vor allem zur Mittagszeit. Wenn Sie viele asiatische Stammgäste sehen, sind Sie richtig.

6. Das sollte man beim vietnamesischen Essen in Österreich vermeiden

So erfreulich die wachsende Szene ist, so gibt es doch einige Fallen, in die selbst erfahrene Genießer tappen können. Hier eine Liste von Dingen, die ein gutes vietnamesisches Restaurant niemals tun sollte:

  • Vermeiden Sie Restaurants, die Instant-Brühe oder Fertig-Nuoc Mam verwenden. Oft erkennt man das an extrem süßlicher oder salziger Soße, die kaum nach Fisch oder Kräutern schmeckt. Fragen Sie ruhig nach, ob die Brühe hausgemacht ist – ein guter Koch wird stolz darauf antworten.
  • Seien Sie skeptisch bei extrem niedrigen Preisen. Eine Pho für 5,50 € kann kaum alle Zutaten in guter Qualität enthalten. Die Mindestinvestition für eine ordentliche Pho liegt bei etwa 8 € – darunter leidet meist die Brühe oder das Fleisch.
  • Achten Sie auf die Frühlingsrollen. Frittierte Rollen sollten nicht ölig sein und eine dünne, knusprige Hülle haben. Sind sie dick, teigig oder von innen matschig, wurden sie aus Fertigteig gemacht oder zu früh frittiert.
  • Meiden Sie Lokale, die Koriander durch Petersilie ersetzen. Das ist ein verräterisches Zeichen dafür, dass die Küche nicht wirklich vietnamesisch ist. Koriander ist geschmacklich unersetzlich – auch wenn nicht jeder ihn mag, gehört er dazu.

7. Fazit und Tipps für Ihren nächsten Besuch

Die vietnamesische Küche in Österreich hat sich von einer Nische zu einer ernstzunehmenden kulinarischen Bewegung entwickelt. Ob in Wiens 2. Bezirk, am Grazer Annenplatz oder am Innsbrucker Markt – überall warten Lokale, die mit authentischen Rezepten und Leidenschaft überzeugen. Der Schlüssel liegt darin, neugierig zu bleiben und sich nicht von großen Portionen oder niedrigen Preisen blenden zu lassen. Qualität erkennt man an der Tiefe der Brühe, der Frische der Kräuter und dem Können des Kochs. Unsere Empfehlung: Planen Sie Ihren nächsten kulinarischen Ausflug nach Wien, Graz oder Innsbruck und entdecken Sie selbst, warum diese Gerichte die Herzen erobern. Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns – wir freuen uns auf Ihre Entdeckungen!

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